Home Office – auch „Work and Travel“ genannt

vom Küchentisch ins Wohnzimmer, vom Sofa zum Esstisch

So sehen viele Mitarbeiter ihren aktuellen Heimarbeitsplatz – mit einer Ausstattung die zu wünschen übrig lässt. In den vergangenen Wochen arbeiteten, laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, 43 Prozent von 1000 befragten Angestellten mehr als sonst von Zuhause aus. 51 Prozent davon täglich, 80 Prozent mindestens dreimal pro Woche. Am meisten, mit rund 57 Prozent, nutzen Mitarbeiter mit Kindern unter fünf Jahren das Angebot für Home Office. Viele kommen dabei jedoch an Ihre Grenzen, denn alles unter einen Hut zu bekommen – ist eine echte Herausforderung.

Viele Führungskräfte seien anfangs auch skeptisch gewesen, ob die anfallende Arbeit überhaupt erledigt wird. Doch man hat festgestellt die Rückmeldung ist positiv – „Es funktioniert, der Laden läuft.“

 

Weiterhin Home Office oder zurück in den gewohnten Büro-Alltag?

Auch wenn die meisten anfänglich mit (Platz-)technischen Problemen zu kämpfen hatten, hat sich mittlerweile der Umgang mit der Technik souveräner gestaltet. Videokonferenzen, Meetings übers Telefon – all das hat so manche Tücken mit sich gebracht. „Manche Mitarbeiter hatten kein Bild oder kein Ton – oder beides nicht.“ Ein oft gehörtes Feedback.

Doch auch die persönliche Zusammenarbeit mit Kollegen, Team- und Projektarbeiten vor Ort, fehlender oder eingeschränkter Kontakt zu Kunden… auch das macht sich bemerkbar und löst den größten Teil der Unzufriedenheit aus, so die Studie. Viele vermissen den persönlichen Kontakt miteinander, der bei der Arbeit im Home Office einfach zu kurz kommt.

Schnell zum Kollegen, um nur mal eben kurz ein vermeintliches Problem zu lösen – nicht möglich, denn der persönliche Austausch für eine schnelle Problemlösung ist einfach nicht gegeben. Wir müssen darauf warten die Person telefonisch zu erreichen, doch das kann manchmal länger dauern.

Vor allem für Azubis, die in Produktions- oder designorientierten Berufen lernen, ist die Betreuung und Schulung aus der Ferne nicht in vollem Umfang umsetzbar. Einfachere Bürotätigkeiten mögen im ersten Moment vielleicht eher weniger ein Problem darstellen, geht es jedoch um komplexere Arbeitsaufträge ist die Kontrolle und Unterstützung über das Telefon schwierig.

Ausstattung und Funktionalität am Arbeitsplatz

Die Studie der Forsa zeigt deutlich, dass mehr als ein Drittel der Befragten unzufrieden mit der Ausstattung und Funktonalität ihres heimischen Büros ist. Aber kein Wunder, die meisten von Ihnen haben keinen festen Arbeitsplatz, geschweige denn genug Platz, um sich vernünftig mit allen Unterlagen auszubreiten. Work and Travel – vom Küchentisch ins Wohnzimmer, vom Sofa zum Esstisch – definitiv keine Dauerlösung. Von Ergonomie und Sitzkomfort mal ganz zu schweigen.

Jedoch wollen 60 Prozent der Befragten häufiger im Home Office arbeiten, auch nach Corona. Denn das bringt tatsächlich auch Vorteile mit sich:

  • die Pendlerzeit fällt weg, viele haben eine erhebliche Ersparnis was den Fahrtweg angeht
  • Produktivität und Flexibilität wachsen

 

Digitales Arbeiten macht produktiver

Einfaches Teilen von Informationen, sowie orts- und zeitungebundenes Arbeiten spielen eine zunehmend wichtige Rolle.

Durch Corona gab es in vielen Unternehmen einen großen Digitalisierungsschub. Für die einen war der Schritt zur digitalen Welt bereits gemacht, andere hingegen mussten sich zusätzlich mit diesem Thema auseinandersetzen. Neue Situationen, neue Herausforderungen. Doch mobiles Arbeiten ausschließlich während der derzeitigen Krise wahrzunehmen wäre sehr bedauerlich, denn mobile Arbeit ist eine wirkliche Alternative. Laut des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Kooperation mit Kyocera Document Solutions, sind Unternehmen, in denen die digitale Transformation bereits gelungen ist, deutlich produktiver. Damit Mitarbeiter aber zukünftig wieder sicher im Büro arbeiten, oder ohne technische Probleme Videokonferenzen halten können, müssen mancherorts noch Vorkehrungen getroffen werden. Egal, persönlich vor Ort, mit Kollegen im Homeoffice oder mit Geschäftspartnern über größere Entfernung, die passende Konferenztechnik ist unabdinglich.

Weitere Infos hierzu: Videokonferenz in Hausschuhen und Jogginghose / Digitales Arbeiten macht produktiver


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